Der Andere – das bist auch du – wir sind alle „Arsch- Engel“

von Angelika

Kürzlich fragte mich jemand: „Aber wie kann man denn alle als gleich betrachten, wenn ich doch so anders bin als die anderen?“

Ich musste an alle meine Erfahrungen denken, die ich gerade durch Menschen, die anders waren als ich, gemacht hatte. Ganz vieles, was ich an anderen abstoßend und widerlich fand, begann ich pingelig zu untersuchen. Nehmen wir einmal den „Großkotzigen“ an, der kommt dahermarschiert und präsentiert munter seine Wichtigkeit, egal ob es einer hören will oder nicht. Oder den „Rechthaberischen“, der jegliche Meinung anderer einfach wegputzt und nur seine wie die Bibel zuläßt. Da haben wir noch den „Launischen“, hoppla, da weiß man nie, was einem gleich erwartet. Oder den „Aufbrausenden“, lieber nicht zu viel sagen zu dem,  oh Mann, denn wenn der in die Luft geht, wird es unangenehm. Da wäre noch der „Mitleidserreger“, so nach dem Motto: ich armes Würstchen, immer trifft es nur mich. Und .. und..

Was zeigen dir diese „Anderen“? Warum benehmen sie sich so? Selbst die ganz bösen Buben, was steckt dahinter?

Was sind denn die ganz großen und vorherrschenden Polaritäten auf diesen Planeten? Angst und Liebe. Alles, was wir am anderen ablehnen, erfahren wir in unangenehmen Gefühlen in uns. Der Andere weiß davon nichts!

Da ist also noch Resonanz in uns vorhanden. Warum? Weil wir in unserem Bewusstsein oder Unterbewusstsein noch Gefühle der Angst gespeichert haben. Alles was nicht Liebe ist, ist demnach aus der Angst entstanden. Wir reagieren auf irgendeine Art und Weise noch darauf.
Aber, dieser Andere, der das in uns hervorruft, was glaubst du, was in ihm lebt? Ist es Liebe, wenn er so handelt, wenn er sich so gibt? Richtig erkannt, er ist auch von Angst geprägt. Diese drückt sich irgendwie durch ihn aus und stört unseren Frieden.

Irgendwo in unserem Leben hat uns solch ein Verhaltensmuster der anderen geprägt, darum reagieren wir ablehnend auf ihn. Nur, dass wir auch manchmal nicht gerade die goldenen Engel waren, das vergessen wir einfach.

Kann es sein, dass ich selber auch oft unbewusst einfach ein „Arsch“ war, dass ich oft für die anderen auch ein Zumutung war mit meinem Verhalten?
Ja, ehrlich in den Spiegel geschaut, ja ich war es auch wie jeder, halt unbewusst. Auch ich habe mich nicht immer sooo perfekt benommen, selbst wenn ich es glaubte. Kann man leicht mal untersuchen.

Gab es nicht Situationen, in denen ich aus einem Angstmuster heraus auch dem anderen zugesetzt habe? Vielleicht war ich einfach zu passiv, oder ich bin jeglicher Konfrontation ausgewichen, mir und dem anderen die Chance verbietend, dies zu klären. Was, wenn gerade mein vermeintlich „richtiges“ Verhalten, gerade die dunklen Gefühle im anderen herausgekitzelt haben? So wie es die anderen bei mir machen.

Gibt es den den perfekten Menschen? Nein, überall sehen wir uns selber in irgendeiner Ausdrucksform. Das ist das Leben.

Kann ich verzeihen lernen, kann ich Mitgefühl erfahren, über meine Schatten springen, unter die Oberfläche sehen ohne den anderen? Kann ich Dankbar sein, mich selber verstehen, mich selber erkennen ohne die anderen? Das war bisher in der Dualität unmöglich. Den Rest der Welt auch nicht.

Ich zitiere einmal Robert Betz: „ Der Kopf denkt, du bist ein Arsch. Das Herz weiß aber du bist ein Engel. Nennen wir also den anderen vorübergehend: Arschengel!“
Die anderen sind also dein Arschengel, so wie du selber für die anderen auch, ab und zu, ein Arschengel bist .

So, aus  diesem Grund können wir jetzt doch mal das Blatt wenden und den anderen einfach annehmen ohne zur Revolution zu rufen. Jeder von uns hat in seinem Inneren das Licht mitgebracht. Hätten wir dies nicht, wäre es hier nur stockdunkel. Nun haben viele entdeckt, was es mit dem Licht auf sich hat und folgen ihm entschlossen.

Das wiederum hilft dem anderen Menschen, denn er spürt den Ruf in seinem Herzen ebenfalls. Er kann nun beginnen, seine alten Muster abzulegen. Denn jedes Herz will jetzt nach Hause, nur unser liebes Denken setzt da noch einen Riegel vor.
Betrachten wir den anderen als den Engel, den wir selber sind. Er weiß es nur nicht. Wir alle haben das Spiel grandios gespielt, mit Bravour. Jetzt putzten wir unsere Spiegel noch ein letztes Mal, was uns dann entgegenblickt, ist wirklich nur Licht und Liebe aus unseren Augen.

Seien wir also dankbar für jeden Arschengel in unserem Leben, der uns alles gespiegelt hat, wie unsere Wunden, Gedankenmuster, Verurteilungen, Ängste, Wut und vieles anderes, weil wir dies auch manchmal unwissend für den anderen sind, dürfen wir uns endlich mal Schulterklopfend umarmen und grinsend danke sagen !

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6 Antworten zu Der Andere – das bist auch du – wir sind alle „Arsch- Engel“

  1. querdenker schreibt:

    Haha, genialer Post… klingt aber irgendwie logisch, selbst wenn ich diese Grundaussage, dass die Welt nur aus dem Wechselspiel zwischen Angst und Liebe besteht nicht teilen kann.

  2. Angelika schreibt:

    Hallo Querdenker,
    danke, ist eigentlich nicht kompliziert, denn alles was unter den Report Angst fällt ist: Wut, Zorn, Hass, Neid, Ärger, usw., alles was in uns negative unangenehme Gefühle auslöst. Alles was zur Liebe gehört wie Freude, Leichtigkeit, Wahrheit, Klarheit, Sanftmut, Vertrauen, Zufriedenheit, Gelassenheit, innerer Frieden, usw., alles was gute Gefühle sind fallen unter die Rubrik Liebe.
    Aus den beiden Grundenergien entsteht alles andere.
    Beste lichtvolle Grüße, Angelika

    • Charlotte schreibt:

      Angelika schreibt:
      14. Juni 2011 um 14:35 (Bearbeiten)

      Hallo Darby, freue mich darüber, Herzensgrüße für dich

    • APIS schreibt:

      Ja sehr schön,- so wie aus drei Grundfarben tausend entstehen, hier allein schon in unseren „Kreisen“.
      ARSCH Engel ist nicht schlecht, quasi der Arsch in MIR, der alte Sack will noch nicht ganz los lassen, macht sich noch a bisserl wichtig!
      Dennoch, ICH esse immer weniger und mein Bäuchle, sorry- Bauch 😉 wird immer praller, so als währ ich Schwanger mit ETWAS und bald würde er platzen. Der Druck, das Licht, die Schwingungen dehnen mein Gefährt/Aggregat nach allen Regeln der Kunst.
      Ich hoffe und sehne Mich nach Unserer Entbindung.
      Atme Tief und Hoch…..Bin eben so dankbar für all die Hilfen die uns zu Teil werden, die Verheissungsvolen Signale, ob gut oder schlecht, wurscht. Alle diese Signale sind GUTE Zeichen, für MICH, in Jedem Falle.
      Frieden
      APIS

      • Angelika schreibt:

        Hallo APIS,
        gehen wir gemeinsam entbinden, dann wird´s leichter, jeder hält des anderen Hand, wir lächeln und grinsen uns in Schmerzen an und hecheln weiter, nach der schlimmsten Wehe ist das Baby da ist – das schaffen wir noch, auf in die letzte Runde – selbst wenn alles verschwommen ist und alles reißt: über den Wolken ist der Himmer immer blau – der wartet schon auf uns!
        Drück dich mal, wir schaffen das!!!

  3. Angelika schreibt:

    Hallo Darby, freue mich darüber, Herzensgrüße für dich

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