Der Schmerz in Dir

von Angelika

Schmerzhafte Gefühle sind immer noch ein Thema, bei denen man sich so schön drücken oder sich darin für Tage immer wieder verlieren kann. Sie sind unangenehm, wer von uns will sie schon annehmen und mit ihnen groß ausgehen? Na, keiner.
Die anderen, diese Guten und Schönen, ja die wollen wir, gleich Tonnenweise, damit es das ganze Jahr über reicht. Mit denen lässt sich´s eben einfach gut leben.

Tja, aber da sind nun mal diese unangenehmen, schmerzhaften Gefühle, die meistens andere in uns auslösen. Denen schieben wir dann den schwarzen Peter zu, denn der/die hat mir das angetan, ich bin da gaaanz unschuldig. Bliebe da nicht dieses bohrende Gefühl zurück, das irgendwie immer unpassend dahermarschiert und uns das Leben schwer macht.

Ja, was will es denn noch immer? Ich mag dich nicht, verzieh dich einfach, du bist nicht in meinem Programm! Eh, ist es aber doch … immer wieder …
Da uns die Eltern selten beibringen, wie wir mit Gefühlen jeglicher Art gesund umgehen sollen, bauen sich das Ego und das Unterbewusstsein einfach ein eigenes Puzzle zusammen, wie man denn mir dem Ganzen nun am Besten zurechtkommt. Die beiden sind da ein tolles Team und das Ego ist genial erfinderisch in solchen Dingen. Nur dass uns das gar nicht bewusst wird.
Denn wer käme schon auf die Idee zu behaupten, dass das schmerzhafte Gefühl in mir einfach ein toller Hinweis darauf ist, dass da irgendwas in mir nicht ganz in der Spur ist. Solange ich negative Gefühle habe, bin ich noch immer in Resonanz mit etwas.

Wenn z.B. dein Liebster anderen hinterher guckt, dann bringt dich das in Rage. Wenn Susi immer öfter abends Migräne hat, dann nervt dich das wieder einmal. Und immer sind die Gefühle unangenehm.
Aber mach mal genau jetzt einen Stopp – guck dir mal das Gefühl an. Nimm einfach mal deine Phantasie zur Hilfe, stell es dir als ein Stoppschild vor und jetzt weißt du, dass das Gefühl dir einfach helfen will. Wie um Himmels willen will mir denn ein negatives Gefühl helfen?

Also Schatz, sagt es zu dir, es ist nicht schwer. Guck mal, du bist eifersüchtig, fühlst dich benachteiligt und betrogen, es schmerzt, wenn dein Heinz anderen Röcken hinterher guckt. Komm mal zu mir her, ich bin dein Freund, denn ich möchte dich nur darauf aufmerksam machen, dass du dir selber vielleicht nicht die Aufmerksamkeit gibst, die du brauchst. Du hast von dir nicht gerade ein positives Bild, du würdigst dich nicht wirklich, fühlst dich weniger als andere.

Vielleicht solltest du dich mehr um dich kümmern, dir einfach Gutes tun, dich selber ganz fest lieben und toll finden. Denn das bist du nämlich. Finde mal heraus, wie toll du bist, wie viel Großes in dir steckt und wie wundervoll du dich selber lieben und annehmen kannst. Dann bist du selbstbewusst, strahlst das aus und jeder merkt das.
Deshalb bin ich hier und jetzt danke ich dir, dass du mich beachtet hast und umarme dich einmal ganz fest … jetzt kann ich auch in die Freiheit gehen.

Und dir möchte ich auch helfen, mit Susi, auch wenn du das lieber wegschiebst und so tust, als sei alles in Ordnung. Überlege mal, wie sich denn euer Sexualleben im Laufe der Jahre entwickelt hat? Ist nicht mehr scharfe Tequila, hat sich so eine Routine eingeschlichen, nicht wahr? Du hast dich aber auch ganz vernachlässigt, denn du kümmerst dich nicht gerade um dein Wohlsein. So läufts: Job, Familie und Ratenzahlung. Dann abends noch schneller Sex. Aber mal ehrlich, so schön und liebevoll ist das alles nicht mehr. Das Leben hat dich voll eingenommen, es wird Zeit, dass du da mal Halt sagst, mal Dinge tust, die dir wieder Spaß und die dich lebendig machen. Deiner lieben Susi geht es da auch nicht besser. Voll im Streß.

Nimm sie doch mal an der Hand und redet mal darüber, was so ist und wie ihr das ändern könnt. Jetzt umarme mich einfach mal Kumpel und schon bin ich Luft.
Gar nicht so schlimm, wenn man die negativen Gefühle mal als Freund oder Kumpel betrachtet, die einen einfach nur helfen wollen, diese alten Muster für immer aufzulösen.
Denn diese Gefühle wollen einfach nur wahrgenommen und verstanden werden, was sie dir zu sagen haben. Umarme sie in Liebe und Dankbarkeit, dann kannst du damit beginnen, dich um dein Leben und um dich zu kümmern.

So kannst du mit allen umgehen, denn sie sind immer dein Ding, niemals das des anderen.
Wir können sie ein Leben lang mitnehmen, aber genau das wollen wir und sie nicht.Denn wenn du sie wirklich anschaust, verstehst was sie dir sagen wollen, dann dürfen auch sie frei sein und ins Licht gehen. Das ist nämlich ihr Ziel und auch deines. So geht es viel leichter und schneller. Ein weiteres Stück über dieses Thema siehe:   Ich umarme mich mal selber

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4 Antworten zu Der Schmerz in Dir

  1. Lars schreibt:

    Liebe Angelika,

    Deiner Sichtweise stimme ich voll zu, möchte aber noch hinzufügen, dass diese Art der Sichtweise in den letzten Jahren, für die Masse erst jetzt möglich geworden ist. Heute kann ich das genau so sehen wie Du. Vor ca. 3 Jahren war das bei mir noch etwas anders. In der heutigen Schwingung gehen solche Prozesse viel leichter von statten als früher. Es ist nicht so dass Du den Wachstumsprozess, den Bewusstseinsprozess verkürzen kannst, auch wenn dies viele Bewusstseinslehrer behaupten. OK auch sie müssen noch ihr Geld mit solchen Behauptungen und Methoden verdienen und vielleicht wird jemand dadurch ermutigt durchzuhalten. Einer Schmetterlingspuppe kannst Du keinen gefallen machen, wenn Du sie gewaltsam öffnest. Du gibst ihr die Zeit die sie braucht und sie wird sich von selbst öffnen. Und zwar dann wenn die Raupe die Metamorphose zum Schmetterling beendet hat. Auch bei uns Menschen ist das so. Wenn Du Menschen belehrst und die Zeit für sie noch nicht gekommen ist, diese Information anzunehmen, kannst Du mehr Schaden anrichten als etwas positives zu erschaffen. Niemand der den Schmerz noch nicht ausreichend ausgekostet hat, wird diesen beenden wollen und können. Nun höre ich schon die Stimmen von vielen gepeinigten ertönen: Aber ich wollte doch den Schmerz nicht und auch nicht solange. Und ja ich gebe ihnen allen recht. Eine Geburt geschieht für den einen in 2 Stunden und der andere braucht 20 Stunden dafür. Für einen sind es unsägliche Schmerzen für den anderen nichts. Warum der eine nun das bekommt und der andere dies, kann ich auch nicht beantworten, aber eines weis ich aus eigener Erfahrung, wer den Schmerz annimmt der verkürzt die Zeit des Leidens wesentlich.

    Alles Liebe Lars

  2. Angelika schreibt:

    Hallo lieber Lars,
    du hast schon recht, jeder entscheidet, wann bei ihm das Mass an Schmerz voll ist. Jeder macht seine Ureigene Entwicklung durch, es ist der individuelle Weg der menschlichen Freiheit, wenn das auch schwer zu verstehen ist.
    Ich kenne diese Couchings-Seminare sehr gut, konnte damit aber nie viel anfangen, denn innerlich fand ich nicht Zugang zu dem Gesagten. Nur sehr wenigen gelingt es, dort das Herz zu berühren und eine innere Öffnung zu ermöglichen.
    Ich brauchte einige Jahre, bis ich den inneren Schmerz, die Gefühle, die durch andere ausgelöst wurden, erst einmal anzusehen und zu erkennen, was sie mir eigentlich da an Positiven und wertvollen Hinweisen lieferten. Seitdem sind auch negative Gefühle für mich Freunde geworden, da ich damit sehen kann, welcher Dorn noch in mir steckt und welchen ich mir selber unbewusst eingerammt habe.
    Durch diesen Prozess konnte ich den dunklesten Schmerz in mir sehr schnell heilen und mich selber erkennen, wo ich noch hinkte und aufhören, anderen die Schuld zuzuschieben.
    Es braucht anfangs Mut diesen Weg zu gehen, aber wenn Gefühle als Helfer verstanden werden, machen wir wirklich schnelle Fortschritte, denn sie ermöglichen uns erst etwas sehr Wichtiges: Selbsterkenntnis
    Lichtvolle Herzensgrüße, Angelika

    • Lars schreibt:

      Liebe Angelika,

      genauso ist es bei mir. Nur hatte es bei mir nichts mit Mut zu tun, denn als ich in der Ecke stand, gab es nur noch einen Weg heraus und zwar den nach oben. Auch diese Entscheidung habe ich nicht mit dem Kopf gefällt. Es ist eher so wie mit der heißen Kohle, die Du einfach fallen läßt wenn sie Dir einer in die Hand drückt. Hierzu brauchte ich keinen Mut, der Schmerz hatte mich überwältigt, da überlegst Du nicht mehr. Es geht dann nur noch um Sein oder nicht Sein. Aber sonst würde ich alles unterschreiben was Du hier geschrieben hast. Es ist immer wieder schön mit Menschen zu kommunizieren die diese Ebene auch schon durchlaufen haben. Eingeweihte sozusagen, die die Feuertaufe vollzogen haben.

      Liebe Grüße auch von mir

      Lars

  3. Angelika schreibt:

    Lieber Lars,
    ich danke dass du deine Erfahrungen hier mit uns teilst, denn jeder macht da ganz Eigene, die für die anderen wiederum eine Unterstützung sein können.
    Wir sind alle eins aber dennoch gleichzeitig individuell, darum ist jede Geschichte einzigartig, woraus wir immer einiges für uns entnehmen können, hei, du brauchst deswegen auch nicht bei mir zu unterschreiben – lach, denn dies ist ja meine Erfahrung.
    Ich freue mich umso mehr, dass du als Mann eine so große Entwicklung erlebt hast, denke mal, dass dies ansteckend für andere sein dürfte : )
    Herzensgrüße, Angie

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