Meine Wahrheit bestimmt mein Leben – Teil 1

von Angelika
Im Laufe meines Lebens habe ich mir so einiges an Wahrheiten von anderen angehört und auch angenommen. Bis ich endlich auch klar verstand, dass jeder seine eigenen Wahrheiten hat und diese auch glaubt. Na, ich mache da keine Ausnahme. Aber, was ist denn nun die letztendliche Wahrheit?
Angefangen hat diese Grübelei und Forschung bei mir schon in sehr jungen Jahren. Mit 3 Jahren fing ich an sehr stark auf einem Auge zu schielen. Ich trug hässliche dicke Brillen und die störten mich gewaltig, weil auch die Umwelt nicht gerade rücksichtsvoll darauf reagierte. Später weigerte ich mich dann diese Brillen zu benutzen und bis zum 17.Lebensjahr ertrug ich wegen meiner Augen so allerlei Boshaftigkeiten. Meine Mutter wollte mich noch mal operieren lassen, aber ich war schon zu alt dafür und es sah so aus, als ob ich mein Leben schielend verbringen müsste.
Doch etwas in mir wehrte sich dagegen. Innerlich sagte ich entschlossen nein dazu und bat Jesus um Hilfe. Die kam auch, in Form eines Yogabuches, das mein Vater auf einer Bank fand und mir mitbrachte. Dort entdeckte ich das erste Mal, dass es ein Augentrainig gab, es war jetzt nicht für Schielende gedacht, aber ich wusste intuitiv dass ich mich damit heilen konnte.
Also machte ich täglich die Übungen ohne jemandem etwas zu sagen, es tat am Anfang höllisch weh, waren meine Augenmuskeln diese Bewegungen doch nicht gewöhnt. Ein Jahr lang trainierte ich fleißig, überzeugt davon, dass ich heilen würde. Nach einem Jahr war ich geheilt und das für immer! Alle waren erstaunt und verstanden nicht, wie das geschehen konnte. Als ich es ihnen erklärte, glaubten sie mir nicht, dass es „nur das Training und meine Überzeugung“ waren.
Ich erfreute mich bester Gesundheit bis zu meiner Ehe. Damals begannen die Probleme mit meinen Nieren und der Blase, so dass ich alle 20 min auf die Toilette musste, was alles andere als angenehm war, konnte ich einiges von meinen geliebten Sportarten, wie Skifahren nicht mehr ausüben. Na ja, mit dem Lift hinauf und rasch in die Hütte, die Piste runter und wieder in die nächste Hütte. So ging es den ganzen Tag lang und ich gab auf. Laut Diagnose der Ärzte war alles Bestens aber ich durfte mal ein Weilchen Medikamente nehmen.
Irgendwann empfahl mir jemand einen sehr guten Heilpraktiker und ich fuhr zu ihm. Er guckte sich meinen Urin an, meinte dann so ganz unbeteiligt dass ich eine Schrumpfniere hätte und entließ mich mit einer Menge Kräutertees und einer starken Rechnung, meinte noch auf meine Frage, das kann man nicht heilen und dann stand ich draußen vor der Türe. Erschlagen und verzweifelt und auch wütend, denn dieses Benehmen und die Diagnose nahm ich nicht an.
Außerdem bekam ich gleichzeitig Herzschmerzen, die waren manchmal so stark, dass ich nicht mehr Einatmen konnte und dann am Boden kniete und verzweifelt versuchte, ein wenig Luft zu bekommen, ohne vom Schmerz zerrissen zu werden. Auch in diesem Falle war die Diagnose: das Herz ist gesund, keine Entzündung, dafür aber Tabletten.
Irgendwann hörte ich auf zum Arzt zu gehen und war überzeugt, dass ich schon heilen würde.
Oh, ich heilte von dann ganz und vollständig, als wir uns trennten, mein Leben in die Hand nahm und meine eigenen Wege ging.
Als der ganze Schmerz und die ganzen Symptome dann innerhalb kürzester Zeit verschwanden, wachte in mir etwas auf und ich begann alles darüber zu studieren, warum der Körper krank wurde.
Das Schielen: Es begann als meine Schwester geboren wurde, damals rückte ich in die 2. Reihe und wurde nicht mehr so beachtet, was mir absolut nicht gefiel und meine Augen wollten diese Realität nicht sehen. Auf mein inneres Leiden reagierte mein Körper mit Schielen.
Nieren, Blase und Herz: Mein Ehemann war ein sehr starker und nüchterner Mensch, der Gefühle so gar nicht zeigen konnte und ich war damals eine schüchterne, voll mit Gefühlen beladenen junge Frau, die sich einfach nach Liebe sehnte. Ich litt unter alledem sehr, fühlte mich alleine mit allem und auch nicht verstanden und angenommen, mein Gefühlsleben musste ich unterdrücken bis ich
mir vorkam wie ein Zombie, ohne jegliche Regung und innerlich irgendwie gestorben.
Mein Körper reagierte auf alle diese Gefühle und Gedanken sehr stark mit allen damals erlebten Beschwerden und Schmerzen.
Lange forschte ich und ich verstand endlich, dass wir uns alle Krankheiten und Schmerzen selber erschaffen. Das hatte mit dem anderen und seinen Verhalten gar nichts zu tun, sondern einfach meine eigene Bewertung und Auffassung der Situationen und des Menschen. Dadurch machte ich mich selber krank, klingt seltsam aber es ist die Wahrheit. Zu glauben, dass, wenn der andere sich so und so verhält und dies und das nicht mehr tut, dann geht es mir besser und ich fühle mich wohl und geliebt war der größte Irrtum dem ich aufgesessen bin.
Ich musste schon bei mir anfangen, mich selbst einmal lieben und annehmen, so wie ich bin mit allen meinen Ticks und Verhaltensweisen, auch wenn sie mir nicht zusagten, wenn ich lieber so und anders wäre. Im Laufe der Jahre lernte ich dieses schließlich und als ich mich liebte so, wie ich bin, mich auch großartig fand und immer Neues an mir entdeckte, bemerkte ich, dass ich kaum mehr körperliche Beschwerden bekam, außer vielleicht eine Wintergrippe.
Doch auch die trat nicht mehr auf, als ich mich nicht mehr damit befasste und nicht mehr hinhörte, welche Grippe denn gerade unterwegs ist. Es interessierte mich nicht und ich blieb gesund.
Die Rückenschmerzen, die ich mir vor 5 Jahren einfing, gepaart mir starken Ischiasschmerz, so dass ich nicht einmal mehr gehen konnte, kamen von meinem Widerwillen gegen das Leben und meiner Überzeugung von damals, dass doch nichts mehr Schönes und Gutes kommen würde und ich machtlos dem Leben ausgeliefert sei. Mein Urvertrauen in das Leben war heftig gestört.
Auch das durfte zum größten Teil heilen, so dass ich nur mehr ganz selten Schmerzen habe, doch meine inneren Überzeugungen musste ich mir damals anschauen, um zu erkennen, warum mein Körper so reagiert hat.
Damit fängt Heilung an, indem man seine inneren Überzeugungen untersucht und seine eigene innere Wahrheit findet.
Achtet auf die Kinder und hinterfragt ihre Krankheiten, denn sie können es noch nicht bewusst erkennen, aber sie können euch sagen, was ihnen nicht gefällt in ihrem jungen Leben und da gilt es mit der Heilung in der Familie und in den Schulen zu beginnen, damit die Psyche des Kindes und somit der Körper heilen darf.

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9 Antworten zu Meine Wahrheit bestimmt mein Leben – Teil 1

  1. Ch. Winkler alias Nemissimo schreibt:

    Liebe Angelika

    Ich verneige mich und sage Danke für deine Erkenntnisse.
    Und dennoch meine ich, dass man keinem eine Erfahrung abnehmen kann.
    Auch Kindern nicht. Wie du selber erzählst, es waren dein Glaube und Überzeugung die dich krank machten.
    Du fühltest dich nicht genug geliebt, nicht verstanden usw. Du fühltest und somit glaubtest du.

    Alles was es braucht ist Liebe.

    Zu Hause, in der Schule und überall.
    Gespräche und Zuhören, Selbstliebe leben dürfen, sich angenommen fühlen.
    Das stärkt das Selbstbewusstsein und den Selbstwert und somit Körper, Geist und Seele.

    Danke für deinen Artikel und deine Offenheit, wir können alle daraus lernen.

  2. Angelika schreibt:

    Liebe Ch. Winkler,
    ja die Liebe braucht es so sehr, nur sie kann alles heilen.
    Jeder von uns muß seine Erfahrungen machen, ich hoffe nur immer dass wir Erwachsene aus dem Gelernten etwas Positives an die Kinder weitergeben können, dass wir ihnen das alles als Kinder vermitteln können, damit sie lernen und begreifen, was Gefühle sind, wie sie entstehen und was Gefühle im Menschen allen erschaffen, sei es die Positiven als auch die Negativen.
    Wir haben das nie gelernt als Kinder, denn auch unsere Eltern wußten das alles nicht, aber heute dürfen wir alle unsere Erkenntnisse gerade den Kindern in liebevoller Wahrheit vermitteln, damit sie um einiges klarer und bewusster ihren Weg gehen können. Das sollte eigentlich unsere Verantwortung sein, uns und den Kindern gegenüber, die wir als Erwachende ernst nehmen und Umsetzen sollten.
    Die Vergangenheit können wir nicht ändern, sehr wohl aber die Zukunft, denn die liegt heute in unseren Händen.
    Liebsten Dank und alles Liebe, Angelika

    • Ch. Winkler alias Nemissimo schreibt:

      Hallo Angelika (sprich: der Engel ist da)

      Ich habe unlängst ein Nikolo – Gedicht für ein wunderbares Nikolobuch das im Herbst rauskommt geschrieben das ich dir/euch gerne zeigen möchte.
      (so sah ich den Nikolo schon als Kind als einen Lehrer für mich)

      Lieber heiliger Nikolaus

      Lieber heiliger Nikolaus
      kommst jedes Jahr in unser Haus
      bist Lehrer mir in vielen Dingen
      von Kindheit an mich zu besinnen

      Du lehrst mich, wie man freudig gibt
      wie man hilft und wie man liebt
      dass man an den Nächsten denkt
      und was man hat, auch gern verschenkt

      Du lehrst mich, auch mich selbst zu lieben
      denn nur wer glücklich ist kann siegen
      kann sich über Dinge freuen
      hat nichts im Leben zu bereuen

      Du lehrst mich, auch Geduld zu üben
      zu vertrauen, nicht zu belügen
      dass Wahrheit manchmal weh tun kann
      doch Liebe alles heilen kann

      So warst du lieber Nikolaus
      ein Lehrer stehts in meinem Haus
      hast durch dein Kommen mich gelehrt
      hast süße Weisheit mir beschert

      Christa Winkler

  3. helga schreibt:

    liebe angie, ich danke dir für deine zeilen,du hast vollkommen recht. ich gehe schon seit 26 jahren nicht mehr zum arzt,seit mein sohn auf die welt kam. ich hinterfrage auch immer wenn mir was weh tut, wenn irgendetwas nicht richtig läuft .mittlerweile haben auch schon wissenschaftler rausbekommen, daß falsche gedanken und gefühle ,krankheiten verursachen können.also mach weiter so,viele grüße helga

  4. Kirstin schreibt:

    Angie, DANKE für Dein Licht! 🙂

    Umärmelung von Kirstin

  5. Angelika schreibt:

    Stimmt liebe Helga, es fangen endlich auch die ersten Ärzte an einzugestehen, dass es eine großen Zusammenhang zwischen Psyche und Körper gibt. Eigentlich ist es fast ein Witz, denn das ist ja etwas, was schon unsere Alten und Weisen immer wußten, nur der moderne Mensch muß alles erst wiederentdecken – lach, was für ein Fortschritt.
    Hezlichste Grüße an dich 🙂

  6. Angelika schreibt:

    Ui, diesmal habe ich falsch geklickt – grins

    Danke Kirstin, an alle Lichter sage ich danke und auch ein vanille-schokoeisiges Danke an dich 🙂

  7. Linda Zwiener schreibt:

    Liebe Angelika,

    möchte Dir für Deinen offenen Bericht danken und es ist spannend, wie verschieden wir Menschen
    auf unterdrückte Gefühle reagieren. Von Kindheit an, hatte ich heftige Probleme mit Herpes an den Lippen. Erst im Alter von 43 Jahren wurde mir klar, dass dies durch Druck und Stress ausgelöst wurde, also weil ich bis dahin unfähig war, mich abzugrenzen oder darüber zu sprechen, wenn mir etwas zu viel ist. Bin heute davon verschont und es lohnt sich wirklich, dahinter blicken zu lernen und dementsprechend handeln zu lernen.
    Es konnte mir kein Arzt sagen, warum das bei mir passiert und die Hänselungen von anderen, waren obendrein verletzend.
    Ich stelle auch fest, dass ich so gut, wie nie, über den Körper somatisiert habe, sondern über die
    Psyche. Ich war immer schnell mit Depressionen behaftet, weil meine Kindheitsgeschichte aus gewaltsamer Unterdrückung bestand und es war für mich, auf meinem Weg, die größte Hürde, mit meinen Gefühlen umgehen zu lernen. Der Weg der „Eigenverantwortung“ ist lohnenswert und sich selber in die Augen zu blicken und sich zu verstehen lernen, ist das Geschenk, was für jeden Menschen bereit liegt, wenn er den Mut dazu hat…

    Ich bin heute allen meinen „Erfüllungsgehilfen“ dankbar, denn sie haben mir nur einen Liebesdienst erwiesen….damit ich ins „Licht“ gehen kann……

    Immer wieder schön, sich hier auszutauschen und voneinander zu lesen und zu lernen….

    Viel Licht und Liebe und von Herzen
    Linda

  8. Angelika schreibt:

    Liebe Linda,
    aua, den Herpes hatte ich auch ganz vergessen, unter dem litt ich auch jahrelang, wie meine Schwester, viel Druck und Stress. Stimmt, als ich mich mehr beachtete und auf meine eigenen Bedürfnisse einging, ist der plötzlich verschwunden.
    Es ist einfach eine innere Erleichterung, wenn man die Zusammenhänge erkennt, denn dann kann man sich wirklich mal um sich kümmern und je liebevoller man das macht, desto schneller heilt auch der Körper. Ich muß ihn immer bewundern, denn er ist so grandios, was ein Körper alles aushält und mitmacht und der Mensch erwartet immer, dass er einfach gut funktioniert und am Besten auch noch so schön wie möglich ist. Dabei ist er doch ein eigenes Bewusstsein und eine eigenen Intelligenz, die ganz gewiss höher ist als unser Verstand. Nur so lässt es sich erklären, dass er trotzdem funktioniert und wir darin das Leben erfahren können.
    Danken wir unseren Köpern und kümmern uns auch endlich einmal um ihre Bedürfnisse.

    Herzliche Umarmung für dich, Angelika

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