Wie kam es, dass ich meine Gefühle unterdrückte!

von Charlotte

Ich bin in einer Großfamilie hineingeboren worden, wo 5 Personen ihre Gefühle voll auslebten und damit die anderen voll in der Hand hatten. Als Kleinkind lebte ich noch meine Gefühle, doch wurden sie nicht ernst genommen und je größer ich wurde, um so mehr wurde mir bewusst, wie sehr Gefühle dazu eingesetzt wurden, um andere damit zu unterdücken teilweise bewusst und teilweise unbewusst, wie mir heute erst bewusst ist. Das wurde mir an meiner Zwillingsschwester am meisten bewusst, die sich immer beleidigt  zurückzog, wenn was nicht nach ihrem Kopf ging und dasselbe sah ich  bei meiner  Mutter und Großmutter, die sich alle so ähnlich waren und sind.

Sie waren dann stundenlang oder tagelang so durch ihre Gefühle blockiert, dass man dann nicht mit ihnen normal reden konnte und ich fühlte mich als Kleinkind, Kindergartenkind und Schulkind ihren Gefühlen  total ausgeliefert. Und so kam es, dass ich mich dann immer mehr zurück zog und wartete bis die Gefühlsausbrüche abgeklungen waren und man wieder normal mit ihnen sprechen konnte. Dadurch, dass alle um mich herum so stark ihre Gefühle lebten, fühlte ich mich total unterdrückt und ausgeliefert, was bei mir, der eher in sich gekehrt ist und sich mit sich selbst beschäftigen konnte, zur Folge hatte, dass ich so nicht sein wollte wie sie.

Ich fing an immer mehr meine Gefühle zu unterdrücken, weil ich so, wie ein Großteil meiner Familienangehörigen war, nicht leben wollte. Ich war schon immer ein eher ruhiges Kind und habe mich dadurch immer mehr angepasst. Ich nahm mir vor, durch Gefühle niemanden zu beeinflussen und da ich auch noch einen klaren Verstand hatte, wurde ich von allen als total cool eingestuft, worum mich viele beneideten. Dadurch nahm ich mich als Mensch total zurück, und lebte nicht, wofür meine Seele eigentlich hier auf die Erde gekommen ist, nämlich um Gefühle zu erleben, die es so außerhalb der Erde  nicht so gibt.

Das alles wurde mir erst so richtig bewusst, durch Kirstin, die voll zu ihren Gefühlen steht, wofür ich ihr sehr dankbar bin, obwohl es sie fast immer schwer beutelte, wenn es sie überkam. Aber sie ging immer dadurch und erlebte sie so in einer Tiefe, wie ich es von zu Hause her kannte. Ich selbst wusste seit meiner spirituellen Entwicklung, wodurch Gefühle und Emotionen ausgelöst werden, nämlich durch unsere Gedanken, Erziehungsmuster und Denkweisen, sodass ich für mich auf der Gedankenbasis diese immer schnell auflösen konnte. Darin bin ich perfekt und das konnte ich auch jedem klar machen, wie man schnell aus seinem Gefühlschaos herausfindet, was ich Kirstin und anderen auch immer schnell sagte und ich es nicht verstand, warum sie es trotzdem auf sich nahmen, durch ihre herunterziehenden Gefühle zu gehen.

Da ich auch noch mit einem klaren Verstand gesegnet bin und selbst mitbekam, wie mich meine Gefühle handlungsunfähig machten, habe ich erst recht nicht meine Gefühle zugelassen, außer als Mutter von meinen drei Kindern. Da ließ ich es zu, weil ich wusste, dass dies gesunde Kinder brauchten.

Ich wurde immer wieder von vielen Menschen in meinem Leben berührt, die ihre Gefühle lebten und fühlte mich zu ihnen hin gezogen, weil sie etwas lebten, was ich mir selbst wenig gestattete. Und da ich 4 Männer in meinem Haushalt habe, wo die Ratio in den Himmel gehoben wird, bedingt durch die mathematische- naturwissenschaftliche Ausbildung aller meiner Söhne, und Gefühle da selten ausgedrückt werden, sind natürlich alle überfordert gewesen, als ich mir vor 2 Jahren im Rahmen meiner spirituellen Entwicklung gestattete, traurig zu sein, als ein lieber Mensch von mir ganz plötzlich verstarb. Da waren alle so schockiert, weil ich nichts mehr im Haushalt machen konnte und einfach nur weinte. Vor allem mein Mann fühlte sich total überfordert und unternahm alles, damit ich ja ganz schnell da wieder herauskamm, wodurch ich mich wieder vermehrt zurück zog, wenn ich das Gefühl hatte, weinen zu müssen.

Doch einen richtigen Durchbruch, dass ich meine Gefühle leben sollte und endlich dazu stehen sollte, bewirkte das Anhören der CD’s von Robert Betz, meiner Freundin Angelika und Kirstin, die da nicht locker ließen und  ein wundervoller Freund, der sich dafür Zeit nahm, mir das richtig in der Tiefe klar zu machen. Ich bin heute allen zu tiefst dankbar für ihren Einsatz, dass ich dies alles in der Tiefe erkennen durfte und bin dabei diesen weiblichen Aspekt meines Seins immer mehr zuzulassen, vor allem in meiner Familie, als ein Teil von mir mit allen Konsequenzen, damit alle meine Männer lernen, immer mehr zu ihren Gefühlen, zu ihrer weiblichen Seite zu stehen. Erst heute ist mir bewusst, wie sehr dies in meiner Familie bisher so wenig gelebt wurde, gerade weil wir alle einen sehr scharfen Verstand haben.

In tiefer Liebe für alle Menschen, die Probleme haben, ihre Gefühle zu zeigen und zu leben herzlichst von Charlotte

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3 Antworten zu Wie kam es, dass ich meine Gefühle unterdrückte!

  1. Kirstin schreibt:

    Liebe Charlotte,

    wie toll, daß Du den Mut hattest, dies zu schreiben.

    Ich wünsche Dir ein Universum voller Liebe und Glück! 🙂

    Alles Liebe von Kirstin

  2. Liebe Kirstin,
    in der kommenden Zeit brauchen wir Mut um neue Wege zu gehen und da ist das wieder ein kleiner Schritt in diese Richtung. Und wenn ich als Frau das erkennen darf und es meiner Leserschaft so mitteile,hat das ganz tiefe Gründe, die ich noch mehr in den nächsten Stücken darlegen werde, da dies so wichtig ist, um aufsteigen zu können. Vielen Dank für all Deine Unterstüzung in Liebe von Charlotte

  3. Angelika schreibt:

    Liebe Charlotte,
    schön dass du das alles erkannt hast und dich für deine eigenen Gefühle öffnest. Du wirst ja nicht nur unterdrückte negative Gefühle finden, sondern auch sehr viele gute und schöne Gefühle die auch leben wollen. Alles Liebe uns Gute auf diesem Weg, Angelika

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